Im Rahmen eines Vorhabens zur Friedensforschung ist fuer die kooperative Verifikation von Abruestungsmaßnahmen ein Messgeraet entwickelt worden. Das Messgeraet verarbeitet die von Mikrofonen und Geofonen aufgenommenen akustischen und seismischen Signale. Ueber die Auswertung dieser Signale sollen unter Feldbedingungen schwere militaerische Landfahrzeuge klassifiziert werden. Zum Erzielen einer hohen Empfindlichkeit (Hoerweite der Beobachtung) war das Messgeraet so zu entwerfen, dass kleinste und groesste Signalamplituden ohne manuelles Umschalten von Messbereichen erfaßbar sind. Die trotzdem erforderliche Wahl eines passenden Messbereiches wird schon im Analogteil der Signalerfassung automatisch vorgenommen. Dazu wird fuer jede Abtastung die absolute Groesse des Mikrofon- oder Geofonsignals ermittelt und daraus eine Verstaerkung (8 bit) berechnet. Sie wird so gewaehlt, dass das verstaerkte Signal den angeschlossenen Analog-Digital-Umsetzer (16 bit) voll aussteuert. Die digital eingestellte Verstaerkung und das Ergebnis der Analog-Digital-Umsetzung werden zu einer Gleitkommazahl zusammengefasst. Ein digitaler Signalprozessor nimmt diese Messwerte auf und uebergibt sie an einen feldtauglichen Personalcomputer. Dieser kann die Daten zwischenspeichern und ueber eine Ethernet-Schnittstelle uebertragen.