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Humboldt-Universität zu Berlin - Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II - Institut für Informatik

Jahresbericht 1993/94

Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Informatik

Das Institut für Informatik

Schon seit den 70er Jahren ist die Informatik Teil der Lehre und Forschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Erstmals 1982 gab es einen Studiengang "Mathematische Informatik" mit einem stark mathematisch geprägten Studienplan, der der gewachsenen Bedeutung dieser Disziplin Rechnung trug und Ende der 80er Jahre zu einem eigenständigen Studiengang ausgebaut wurde.

Bei der Neugliederung im vereinten Deutschland folgte die Humboldt-Universität den Empfehlungen der Landeshochschulstrukturkommission und richtete für die Informatik einen eigenen Studiengang mit vierzehn Professuren ein, den eine Struktur- und Berufungskommission unter Leitung von Prof. Wagner (Würzburg) nach modernen Schwerpunkten strukturierte und die Besetzung einleitete. Bis auf die C4-Professur Informatik in Bildung und Gesellschaft und die beiden C3-Professuren Algorithmen und Komplexität sowie Schaltungstechnik sind inzwischen alle Berufungen erfolgreich abgeschlossen. Mit der Besetzung der drei freien Professuren ist im Laufe des Jahres 1995 zu rechnen.

Bei der Besetzung ist es gelungen, jeweils zur Hälfte Professoren der Humboldt-Universität und Wissenschaftler anderer renommierter Hochschulen zu berufen, darunter Prof. Malek von der University of Texas at Austin. Da alle Professoren in den letzten vier Jahren berufen wurden, hat das Institut für Informatik heute ein "junges" und dynamisches Team.

Im Herbst 1993 konnte das Institut die Räume in der Lindenstraße 54a am Spittelmarkt beziehen. Das Gebäude ist inzwischen voll vernetzt und über eine Leitung von 100 Mbit/s an das Hauptgebäude der Universität angeschlossen.

Die Forschungsarbeiten des Institutes sind in rund 40 Projekte - teilweise lehrstuhlübergreifend - gegliedert. Etwa die Hälfte davon werden aus Drittmitteln finanziert. Die wesentlichen Geldgeber sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Zukunftsministerium, die Europäische Union, die Deutsche Telekom und Industriefirmen. Insgesamt ist es außerordentlich schnell gelungen, eine große Anzahl solcher Projekte einzurichten; dabei konnten durch die Neuberufungen eine Reihe von Projekten von anderen Stellen an die Humboldt-Universität transferiert werden.

Mit der Neugliederung der Humboldt-Universität ist die Informatik seit dem Frühjahr 1994 ein Institut der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät II. Einige "Traditionen" haben sich bereits etabliert, so die Informatik-Berichte (inzwischen bis Nr. 40) und der Tag der Informatik an der Humboldt-Universität im ersten Teil des Wintersemesters. Er bietet den Rahmen für Antrittsvorlesungen und für die Vorstellung von Projekten. Ein ganz besonderer Höhepunkt war 1994 der Akademische Festakt zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an Herrn Prof. Dr. Gerhard Krüger (TU Karlsruhe) durch die Präsidentin, Frau Prof. Dr. Marlis Dürkop, im Senatssaal der Universität. Mit seiner Arbeit in der Landeshochschulstrukturkommission hatte sich Prof. Krüger um die Informatik außerordentlich verdient gemacht. Im Mai 1994 war der Fakultätentag Informatik zu Gast am Institut. Diese Gelegenheit wurde genutzt, den Vertretern aller Informatik- Fachbereiche der Bundesrepublik die Arbeiten am Institut vorzustellen.

Das Institut setzt sich drei wesentliche Ziele:

  • die Ausbildung seiner Studenten zum Diplom-Informatiker sowie die Vorbereitung auf die Staatsprüfung für das Lehramt und die Ausbildung von Magisterstudenten.
  • die Forschung auf verschiedenen Gebieten zum Teil in Kooperation mit Institutionen außerhalb der Universität.
  • die wissenschaftliche Kooperation innerhalb der Humboldt-Universität und die Ausbildung von Studenten in ihrem Nebenfach.
Dieser Jahresbericht stellt den Stand der wissenschaftlichen Arbeit und Ausbildung bis zum Ende des Jahres 1994 dar.

Berlin, im Januar 1995

Gez. Prof. Dr. Wolfgang Reisig
Geschäftsführender Direktor

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PMG (muellerg@informatik.hu-berlin.de)
Erstellt am 05-04-95, zuletzt geändert am 05-04-95